Loveparade 2007.
Nach einem tollen Abendessen beim Holländer möchte ich eine Stipvisite auf der Loveparade machen.
Bereits nach wenigen Metern am Hauptbahnhof möchte ich am liebsten weinen,
Tränen vergießen über Essen. Was ich sehe, assoziere ich mit Anarchie.
Auf meinen Weg ins Zentrum der Veranstaltung strömen mir zahlreiche Menschen entgegen.
"Gegen den Strom", denke ich, und habe die Chance in die Gesichte zu sehen, was Fragen in mir auslöst. "Wer erwidert die leeren Blicke mit Liebe",
"Haben sie gefunden, was sie gesucht haben oder hat die Sucht sie gefunden?".
Ich bitte Gott um ein Gespräch auf der Loveparade. "Wie kann ein Austausch auf Augenhöhe aussehen?"
Später sehe ich einen Jungen auf der Straße liegen. "Was fehlt ihm?" frage ich interessiert und ich fürchte die Antwort kann ich selber geben. Meine Frage soll nicht da einzige Gespräch bleiben, bin ich mir sicher.
Was, wenn Jesus auf der Abschlusskundgebung zum Thema "Liebe" reden würde?
Stattdessen sind "Nehmt die Liebe mit nach Hause!" die letzten Worte der Loveparade 2007.
Wenn ich umher blicke, sehe ich Menschen, die Liebe auf eine physische Ebene reduzieren. Die Scherben knirschen unter den Schuhen und der teils beißende Geruch von Urin und Schweiß liegt in der Luft. Romantisch...
"Nehmt die Liebe mit nach Hause?" Lieber nicht.
Angelehnt an einen Masten sehe ich einen Bekannten. Wir haben uns bisher noch nie unterhalten.Bisher, denn auf dem Weg nach Hause haben wir ein gutes Gespräch.
Später fragt mich meine Mitbewohnerin, was noch gesagt wurde.
"Nehmt die Liebe mit nach Hause"...
Sonntag, August 26, 2007
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