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Bob`s Blog: Februar 2007

Montag, Februar 26, 2007

Nach dem Traum ist vor dem Traum

Und umgekehrt! (-;

Am Rand liegen Kieselsteine.
Was früher anders war, bringt mich auf eine Idee:
"Ich schütte meine dazu", denke ich, als ich den Korb von der Schulter nehme.
Auch der war mir nicht bewusst.
Die Schönheit der eigenen Steine lässt sie tragenswert erscheinen.
Kein Widerspruch, dass ich sie nicht unnötig weiter trage.
Nun bin ich etwas irritiert.
Erleichtert um die Leichte der Erleichterung.
Ein paar Meter weiter erinnere ich mich schon nicht mehr an den Korb…

Ich gehe nun auf oder neben einer Straße, die wie nach einem Sturm mit Zweigen übersät ist.
Mir fällt auf, dass einige Sachen zur Seite zu räumen sind und auch, dass ich nicht alleine bin.

Meine Arbeitsweise ist erstaunlicherweise nicht perfektionistisch und als ich aufwache, stelle ich mir die Frage nach den Prioritäten.

"Wieso habe ich gerade diesen Ast weggeräumt und jene liegenlassen?"
"War die vertraute Person an meiner Seite ein Freund oder mein Bruder?"

Auf dem Weg zum Gottesdienst lese ich ein paar Zeilen über ein Thema, das mir wie jener Ast auf dem Weg liegt:

"Gott verlangt nie von uns, etwas zu opfern, einfach um des Opferns willen, aber ein Opfer, ein Loslassen, ist immer ein Schritt auf dem Weg zu größerer Freude. Auf der Kehrseite des Verlustes wartet immer eine Belohnung, die viel großartiger ist als alles,[…]"

Mein Traum fällt mir wieder ein und ich bekomme Antworten.
Die vertraute Person ist Bruder und Freund.
Jesus lässt mir meine Entscheidungsfreiheit.

Heute Nacht schrieb mir ein Weggefährte ein paar Zeilen, über den Weg,
den ich vielleicht heute Nacht im Traum ging und bei Bewusstsein mit Jesus gehen möchte.

Sie begleiten mich.

Was es zu verlieren gibt ist lustig.
Der Weg führt uns nach Hause.

Freitag, Februar 23, 2007

Fast`n Time. Fastenzeit.

Fast time.

Der Newsletter unserer Gemeinde beschreibt die Fastenzeit als eine besondere Zeit des Jahres, in der die christliche Tradition dazu einlädt, über Umkehr, Veränderung und Neuanfang nachzudenken.
Und um das zu gestalten, Stille zu suchen, Verzicht zu üben, besondere Momente einzuräumen.

Den Impuls dass ich "zur Zeit ziemlich schnell, oder eher viel lebe"
bekam ich per Mail.

Ich wollte einige bewusste Entscheidungen treffen, die komplex miteinander vernetzt sind: Fragestellungen mit multioptionalen Alternativen, wovon jede Entscheidung viele andere beeinflusst.
Einzelne rationale Überlegungen habe ich per Matrix faktoral ausgewertet, bei anderen Pro/Kontra -Analysen extra Motive und Motivation überprüft.

Slowmotion.

Das löste eine Sehnsucht nach einem vertrauten Gespräch mit Gott aus und mir wurde das Bedürfnis bewusst,
mit IHM zu reden um Wege (statt Um- Wege?) zu gehen.

Als ich merkte, das ich mit meiner Entscheidungsvorlage nicht weiter kam,
erreichte mich via ICQ eine Frage.
Sie klang vertraut und half mir vernünftig damit umzugehen:

Um Wege zu gehen brauche ich Vertrauen, nicht ausschließlich Vernunft.

So schlief ich eine Nacht darüber.
Heute Morgen spürte ich eine innere Ruhe.
Menschen hatten zu mir gesprochen.
So als ob sie eine Nachricht von Gott hatten.

Der Entscheidung, Sonntag Gott zu widmen, folgten weitere.

Intuitiv und authentisch.
Es fühlt sich leicht an.

Samstag, Februar 10, 2007

Comeback

Gestern durfte ich mit zwei echten Fans in Deutschlands größtem Filmsaal Rocky´s bewegende Biografie sehen.
Welch ein kraftvolles Comeback. Welch eine mutige Entscheidung.

„Es kommt nicht darauf an, wie viel Schläge Du kassierst….“

Bei der Auseinandersetzung mit meiner Biografie entdeckte ich meine Lebensmetapher:
„Das Leben ist ein Kampf!“
Das ist meine irritierende Erfahrung.

Tatsächlich habe ich viel gekämpft:
Als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener,
fast immer als Einzelkämpfer.
Und mit einem starken Willen erfolgreich.

„Du läufst … weg!“ (Zitat im April 2006)
Tatsächlich wollte ich nicht mehr kämpfen.

Ich hatte nicht nur das Ziel aus den Augen verloren, sondern auch Träume.
Lief ich in die falsche Richtung?

Manche Wege waren Begegnungen mit Menschen.
Manchmal kostet es Mut oder Überwindung, um nach dem Weg zu fragen.
Manche zeigten mir Wege auf.
Manche sind zu Wegbegleitern geworden.

Ich bin kein unverwundbarer Einzelkämpfer mehr.
Durch Authentizität verwundbar, doch weniger verwindbar.
Freunde fühlen sich verbunden.

Zwei alte Gefährten begleiten mich nun seltener:
Stolz und Perfektionismus.

Und der Chefcoach zeigt mir sein Lebenskonzept.
Trainingsinhalte haben sich verschoben.
„Entdecke Deine Persönlichkeit und nutze die Stärken,
(die ich Dir gegeben habe).“

"...sondern, dass Du weiterkämpfst!"

Perspektivenwechsel. Ausblicke. Neue Sichtweisen. Aussichten.
So erlebe ich persönlich ein Comeback und eine neue Identität.

Vorgestern gab es einen (Winter-)Einbruch und wie schon im Herbst
mit Kissen oder Pfützen hatten wir bei der Schneeballschlacht sehr viel Spaß.
Hier waren alle Gewinner.

Danke Trainer für dieses gemeinsamen Lachen!

Montag, Februar 05, 2007

Gottesdienst. Gottes` Dienst. Gott. Dienst.

Im Gottesdienst erinnerte ich mich an einen Traum, den ich hatte.
„Du wirst am ... sterben!“

Ist es wahr?
Diese Ansage war so real, dass ich sie fast in meinen Terminkalender eingetragen habe.

Ich hatte das Gefühl, darüber schreiben zu werden.
Jedoch nicht über die Sehnsucht nach Leben oder über die Sehnsucht nach dem Tod und Leben nach dem Tod.

Ich dachte an den reichen Kornbauer, von dem die Bibel erzählt.
Dachte an Antworten, die ich bekomme, wenn ich darüber schreibe.

Ich hatte keine konkrete Frage. Eher ein Fragezeichen:
Wie soll ich damit umgehen?

So fragte ich jemand, der weise Antworten gibt.
Der das Leben kennt. Den Tod. Das ewige Leben.
Der Schöpfer des Lebens, der unsere Biografie kennt.
Vom Anfang bis zum Ende.

ER weiß, ob es ein weiteres Kapitel, ein „Happy End“
oder einen Band 2 gibt.

Seine konkrete Antwort
(in Form des Liedes, das in dem Moment per Beamer projeziert wurde):

For the Lord our God,
He is strong to save
From the arms of death
From the deepest grave
And he gave us life
In his perfect
And by his good grace
I will praise him still.

Was für eine Antwort! Leben vor dem Tod.

Ja, es ist wahr! Und ich glaube es. Ich lebe für Dich!

Meine Lebensmelodie soll sein:
I will sing to the Lord all my life
I sing praises to my God
as long as I live.
Praises to the Lord, oh my soul!

Singing glory, glory, glory!
Glory to our God!

All praises and honor forever, forever.